Dortmund (PLZ: 44135) Bundesland: Nordrhein-Westfalen Typ: Stadt / Gemeinde Regierungsbezirk: Arnsberg Landkreis: Kreisfreie Stadt Autokennzeichen: DO weitere Postleitzahlen: 44135, 44137, 44139, 44141, 44143, 44145, 44147, 44149, 44225, 44227, 44229, 44263, 44265, 44267, 44269, 44287, 44289, 44309, 44319, 44328, 44329, 44339, 44357, 44359, 44369, 44379, 44388
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Dortmund ist eine kreisfreie Stadt im östlichen Ruhrgebiet. Sie ist die größte Stadt sowie Wirtschafts- und Handelszentrum Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen. Je nach genauem Zähldatum und Quelle liegt sie an der sechsten bis achten Stelle der größten deutschen Städte. Flächenmäßig ist Dortmund die neuntgrößte kreisfreie Stadt Deutschlands. Die Stadt ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr.
Dortmund entwickelt sich von einer Industriestadt zu einem bedeutenden Hightech-Standort in NRW: Früher vor allem bekannt durch Stahl, Kohle und Bier sowie durch den örtlichen Fußballverein, vollzieht sich der Wandel von der Schwerindustrie über Dienstleistung und Forschung bis zur Hochtechnologie. Trotzdem besitzt die Stadt noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Westdeutschland. Dortmund ist wichtigster Verkehrsknoten im östlichen Ruhrgebiet und Anziehungspunkt für das bis auf die westlichen Nachbarstädte ländlich geprägte Umland. Seit Überschreitung der 100.000-Einwohner-Grenze 1895 ist Dortmund Großstadt.
Wahrzeichen der Stadt Dortmund sind die Reinoldikirche, das Dortmunder U und der Florianturm, sowie der Signal Iduna Park (Westfalenstadion), der Westfalenpark und die Westfalenhallen.
Dortmund liegt im mittleren Westen Deutschlands. Die Stadt befindet sich im Südwesten der Westfälischen Bucht. Südlich Dortmund erheben sich die Ausläufer des Ardeygebirges und des Sauerlandes, nördlich grenzt das Münsterland an Dortmund. Im Osten liegt die Soester Börde und im Westen der Ballungsraum Ruhrgebiet, dessen westfälischem Teil auch Dortmund angehört. Die Stadt liegt am Oberlauf der Emscher und am Mittellauf der Ruhr. In Letztere mündet südlich der Stadtgrenze (unterhalb der Hohensyburg und bereits auf dem Stadtgebiet von Hagen) die Lenne. Nördlich der Stadt fließt die Lippe. Der Dortmund-Ems-Kanal bindet Dortmund an das Binnenschifffahrtskanalnetz an.
Das Stadtgebiet von Dortmund umfasst 280,347 km². Die längste Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt 21 km, in Ost-West-Richtung 23 km. Dortmunds Stadtgrenze ist insgesamt 126 km lang, 76 km teilt sie sich mit dem Kreis Unna, 21 km mit dem Kreis Recklinghausen, 17 km mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis, 10 km mit der Stadt Bochum und 2 km mit der Stadt Hagen. Im Nordwesten grenzt der Kreis Recklinghausen mit den Städten Castrop-Rauxel und Waltrop an Dortmund. Von Nordosten bis Südosten ist Dortmund vom Kreis Unna mit den Städten Lünen, Kamen, Unna, der Gemeinde Holzwickede sowie der Stadt Schwerte umklammert. Daran schließt sich die kurze Stadtgrenze zur kreisfreien Stadt Hagen direkt im Süden an. Weiter westlich stößt Dortmund an den Ennepe-Ruhr-Kreis mit den Städten Herdecke und Witten. Genau im Westen liegt schließlich die kreisfreie Stadt Bochum.
Dortmund liegt wie ganz Deutschland in einer gemäßigten Klimazone. Tendenziell ist das Klima in Dortmund eher maritim als kontinental geprägt, es zeigen sich einige typische klimatische Merkmale dicht besiedelter Räume. Die Niederschlagsmenge ist mit jährlich 750 mm im langjährigen Durchschnitt deutlich niedriger als in den umliegenden Mittelgebirgen. Der meiste Regen fällt im Sommerzeitraum (Juli durchschnittlich 80-90 mm), der wenigste im Winterzeitraum (Februar durchschnittlich 40-50 mm). Die Winter sind mit -6°-11° C im Januar mild und die Sommer mit 10°-35° C im August relativ kühl. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 9-10° C.
Dortmund ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Westfalens. Im Straßenverkehr ist die Stadt über sechs Autobahnen (A 1, A 2, A 40, A 42, A 44, A 45) und fünf Bundesstraßen (B 1, B 54, B 234, B 235 und B 236) an das deutsche Fernstraßennetz angebunden. Mit dem Kamener Kreuz, dem Westhofener Kreuz sowie den Autobahnkreuzen Dortmund-Unna und Dortmund-Nordwest liegen wichtige deutsche Autobahnkreuze auf oder in Nähe des Dortmunder Stadtgebiets.
Im Schienenverkehr verfügt Dortmund mit dem Dortmunder Hauptbahnhof über einen ICE-Fernbahnhof. Er zählt mit 41 Millionen Fahrgästen jährlich zu den wichtigsten Eisenbahnknoten im deutschen Personenverkehr. Eine wichtige Verkehrsanlage ist dabei auch der im Osten der Stadt an der Strecke nach Hamm gelegene Betriebsbahnhof Dortmund. Darüber hinaus gibt es 23 Regionalbahnhöfe und 25 weitere S-Bahn-Stationen in Dortmund. Im Eisenbahngüterverkehr ist Dortmund jedoch nach Stilllegung der beiden Rangierbahnhöfe Dortmund Rbf und Dortmunderfeld kein Eisenbahnknoten mehr. Ab Dortmund verkehren auch Autozüge nach Westerland, Bozen usw. Der Dortmunder Hauptbahnhof soll in den nächsten Jahren grundlegend erneuert werden und dann auch als Einkaufs-, Freizeit- und Entertainmentzentrum sowie Hotel dienen. Allerdings gab es bei diesem als Projekt 3do bekannten Umbau immer wieder Verzögerungen. Der Beschluss zum Baubeginn wurde allerdings nunmehr gefasst und die Arbeiten sollen im Anschluss an die FIFA WM 2006 aufgenommen werden. Die Fertigstellung für das "3do-Mammutprojekt" ist auf das Jahr 2009 datiert worden.
Auch an das europäische Flugnetz ist Dortmund angebunden. Der Flughafen Dortmund befindet sich im östlichen Stadtteil Wickede und ist mit dem PKW über die B1 erreichbar sowie über einen Shuttlebus direkt über den Bahnhof Holzwickede/Dortmund-Flughafen an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Seit 2004 betreibt der Flughafen Dortmund zusätzlich den FlughafenExpress, der zwischen dem Zentralen Omnibus Bahnhof am Dortmunder Hauptbahnhof und dem Flughafen verkehrt. Der VRR-Tarif gilt auf dieser Strecke nicht. Der Flughafen Düsseldorf International ist in etwa einer Stunde mit der Bahn oder dem PKW zu erreichen.
In der Binnenschifffahrt ist Dortmund über den Dortmund-Ems-Kanal mit dem Rhein und der Nordsee verbunden und verfügt über den größten Kanalhafen Europas, der aber im Zuge des Strukturwandels an Bedeutung verloren hat. Geplant ist der Bau einer Marina, um den Freizeitwert des Hafens zu erhöhen.
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